Projektbeschreibung

 

Im östlichen Westerwald, an der Grenze zu Rheinland-Pfalz, liegt der Marktflecken Mengerskirchen, mit seinen fünf Ortsteilen Dillhausen, Mengerskirchen, Probbach, Waldernbach und Winkels. Die 6.000-Einwohner-Gemeinde gehört zum Landkreis Limburg-Weilburg und wird landschaftlich vom 605 m hohen "Knoten" und vielen bewaldeten Basaltkuppen geprägt. Der Marktflecken wurde im Regionalen Raumordnungsplan Mittelhessen zum Unterzentrum aufgestuft, da über das eigentliche Gemeindegebiet hinaus noch ca. 9.000 Einwohner im Einzugsbereich liegen.

 

Trotz positiver struktureller Voraussetzungen macht sich der demografische Wandel in dem ländlich geprägten Raum auch im Marktflecken Mengerskirchen bemerkbar. Eine älter werdende Bevölkerung, die Abwanderung junger Menschen in die Städte gepaart mit sinkenden Geburtenraten und der steigende Verlust familiär gewachsener Strukturen erfordern ein entschlossenes Handeln der Verantwortlichen. Der Wegfall der familiären Strukturen führt gerade in den sozialen Bereichen wie Kinderbetreuung, Teilhabe und Pflege älter Menschen zu einem immer größeren Defizit, das nicht allein mit professionellen Strukturen gelöst werden kann. Hier gilt es daher vorhandene Strukturen zu revitalisieren und neue Ideen und Strukturen zu entwickeln, um dieser Problematik entgegenzuwirken.

 

Da dies nicht allein auf administrativem Wege erreicht werden kann, waren und sind nach dem „Multi-Stakeholder-Prinzip1“ möglichst viele Menschen an dem Projekt zu beteiligen.

 

Mit dem „Zukunftsforum Mengerskirchen" will sich der Marktflecken Mengerskirchen bereits jetzt - wie der Name schon sagt - zukünftigen Anforderungen stellen und Ideen sowie deren konkrete Umsetzung entwickeln, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden. Wie kein anderes Projekt lebt das „Zukunftsforum Mengerskirchen" von der Zusammenarbeit Aller aus der Bevölkerung, den Vereinen, den Gremien wie z.B. dem Seniorenbeirat, der Ehrenamtsbörse oder dem mit dem Karl-Kübel-Preis ausgezeichneten Bildungsforum, den ortsansässigen Unternehmen sowie den sonstigen interessierten Gruppen.

 

In einem ersten Schritt wurde hierfür eine Vitalisierungsanalyse bei der TransMIT Technologie Gesellschaft mit Herrn Prof. Dr. Wolfgang George von der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) im Bereich „Versorgungsforschung und Beratung“ beauftragt. Als Informationsquelle für diese dienten die relevanten öffentlichen und wissenschaftlichen Datenbanken und Informationssysteme, ca. 120 Interviews mit unterschiedlichen Bürgern aus Mengerskirchen, mehrere Bürgerversammlungen, Ortsbeiratssitzungen und ein Treffen mit den ortsansässigen Unternehmen und Freiberuflern. Ebenso erfolgten eine Befragung aller Bürger im amtlichen Mitteilungsblatt sowie eine ebenfalls dort platzierte Ansprache der unterschiedlichen Interessenträger der Gemeinde.

 

Anhand der in Mengerskirchen ermittelten Bedarfe (was wird in der Gemeinde zukünftig benötigt) und Ressourcen (welche besonderen Potentiale und Kompetenzen liegen vor) auf den unterschiedlichen, sich ergänzenden Perspektiven, werden gegenwärtig verschiedene Teil-Projekte in der Methode des Multi-Stakeholder-Projektmanagements [1] umgesetzt. Hier beschränkt sich die Teilnahme jedoch nicht nur auf die bereits in den verschiedenen Institutionen ehrenamtlich Beteiligten, sondern beteiligt möglichst alle Menschen aus der gesamten Bevölkerung mit ihren individuellen privaten und beruflichen Kompetenzen.

 

Im ländlichen Raum sind ortsnahe Arbeitsplätze für die Ansiedlung junger Menschen unabdingbare Voraussetzung, damit ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Alt und Jung gewährleistet werden kann. Nur so sind finanzierbare Lösungen in den sozialen Themen zukünftig realisierbar. Wenn es darum geht, die Attraktivität der Gemeinde für junge Menschen zu steigern, müssen nicht nur ausreichende Arbeitsplätze vorhanden sein, sondern auch der Faktor Lebensqualität spielt gerade bei jungen Menschen eine große Rolle bei der Auswahl ihres Wohnortes.

 

Aufgrund der Ergebnisse einer Machbarkeitsanalyse [2], hat sich das Projekt "Zukunftsforum Mengerskirchen" (ZM) daher zum Ziel gesetzt, systematisch Nachfrage und ressourcenbegründete Existenzgründungen und Arbeitsplatzansiedlungen zu ermöglichen. So sollen in den nächsten 5 Jahren 100 Existenzgründer und Neubürger im Marktflecken Mengerskirchen angesiedelt und die Lebensbedingungen seiner Bewohner an künftige Herausforderungen angepasst werden.

 

Im Zuge der Projektvorbereitung fand daher u.a. eine Bürger-versammlung (15.05.2014) statt, zu der alle Bürger/innen eingeladen waren. In einer weiteren Veranstaltung (20.05.2014) wurden die Gewerbetreibenden eingebunden.

 

Der nächste Schritt war ein für alle Interessierten offener Workshop am 14.03.2015, im dem die nachfolgend beschriebenen 5 Teilprojekte herausgearbeitet wurden:

1.   Etablierung eines Gründerzentrums in Mengerskirchen

2.   Entwicklung einer häuslichen und ambulanten Inklusionseinrichtung

3.   Ausbau der Betreuungsleistungen von Unterstützungs- (Pflege-)    bedürftigen und Dienst-leistungen welche die Lebensqualität in Mengerskirchen und seinen Ortsteilen erhöhen

4.   Regionalvermarktung und regionale Wertschöpfung (in Produktion und Dienstleistung)

5.   Frauen- und Generationenarbeit in Teamorganisation

 

Die örtliche Zuordnung der Projektgruppen auf die 5 Ortsteile basiert im Wesentlichen auf den bereits gewachsenen Strukturen (z.B. dort vorhandene Räumlichkeiten oder örtlich ansässige Experten) sowie zur Einbindung „aller“ Ortsteile als Zeichen der Verbundenheit. Dies zeigt sich auch darin, dass die Mitwirkenden in den Projektgruppen aus den verschiedenen Ortsteilen kommen, so dass eine ortsteilübergreifende Netzwerkbildung gewährleistet ist. Zurzeit sind dort ca. 60 Personen aller Altersgruppen in unterschiedlichsten Zusammensetzungen ehrenamtlich aktiv, die in regelmäßigen Treffen die Realisierung der Projekte vorantreiben.

 

 

Teil-Projekt 1:

Wesentlicher Aspekt im „Zukunftsforum Mengerskirchen“ ist ein zu etablierendes, für den ländlichen Raum angepasstes Gründerzentrum. Dies soll zwei wesentliche Aufgaben erfüllen:

1.   Ansiedlungsbereiten Existenzgründern, Unternehmen und Freiberuflern Räumlichkeiten (1) und mit diesen verbundene technische Infrastruktur (2), fachliche und soziale Unterstützung (3) und andere notwendige Dienstleistungen, Services und Supports (4) zur Etablierung der beruflichen Selbständigkeit anbieten bzw. koordinieren.

2.   Existenzgründern, ansiedlungswilligen Unternehmen und Freiberuflern durch vorgehaltene Back-Office Leistungen (1), technische Infrastruktur (2) fachliche und soziale Unterstützung (3) und andere notwendige Dienstleistungen, Services und Supports (4) zur Etablierung der beruflichen Arbeit jenseits des Gründungszentrums anbieten.

Um eine nachhaltige und damit auch betriebswirtschaftliche Sicherung zu erreichen, sind zahlreiche Vorarbeiten und intelligente Prozesssteuerungen notwendig.

 

Das Projekt-Team besteht zur Zeit aus 8 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern.

 

Teil-Projekt  2:

Allen Bürger/innen, insbesondere Unterstützungsbedürftigen, soll im Ortsteil Waldernbach ein wohnortnahes, integratives stationäres als auch ambulantes Versorgungsangebot ermöglicht werden, das sämtliche Leistungen entlang der Bedürfnisse des täglichen Lebens der Betroffenen organisiert und zugleich als Begegnungs- und Erlebnisstätte (z.B. Cafe) für Jung und Alt organisiert ist. Die Inklusionseinrichtung strebt eine regional-nachhaltig organisierte Versorgung aller noch einzurichtenden Angebote an. Auf diese Weise sollen regionale Wertschöpfungen und Arbeitsplätze vor Ort gefördert werden. Der vorgesehene Standort für das „Inklusionshaus“ ist an das bereits vorhandene Familienzentrum angebunden und zentral im Ortskern gelegen und für jedermann gut erreichbar. Die Begegnungsstätte ist eine für alle Ortsteile eingerichtete zentrale Einrichtung und kann damit Aktivitäten rund um das menschliche Miteinander optimal vernetzen. Unter anderem ist dort bereits das Büro der Ehrenamtsbörse für den Marktflecken Mengerskirchen eingerichtet.

Das Projekt-Team besteht zur Zeit aus 8 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern.

 

 

Teil-Projekt 3:

Organisatorisch und fachlich von dem Ortsteil Probbach ausgehend, soll den Mengerskirchener Bürger/-innen eine lebenslange (auch in der Hochalterslebensphase) wohnortnahe und insbesondere ambulant-häuslich vorgetragene, medizinische und pflegerische Unterstützung ermöglicht werden. Hierzu wird aktuell ein kooperatives Netzwerk aufgebaut, das auch neue und ergänzende Funktionen z.B. Erhalten der Mobilität, Unterstützung und Monitoring im häuslichen Umfeld, etc. übernehmen wird. Zugleich werden mögliche Leistungsangebote der Erholung (Wiederherstellung), Therapie, Animation etc. – für ältere und junge Menschen geprüft. Auf diese Weise entstehen neue Beschäftigungsmöglichkeiten und Handlungsräume. Daneben soll die hausärztliche Versorgung gesichert und das nichtärztliche therapeutische Angebot ausgebaut werden. Bei der Entwicklung realisierbarer Lösungen wurden insbesondere folgende Kurz- und Langzeit-Ziele erarbeitet:

1)    Veränderungen in der persönlichen Lebenssituation aufgrund von Alter oder Krankheit können moderat aufgefangen werden, d.h.:.

a)    Es existiert eine feste Anlaufstation für alle Fragen der Betreuung und Pflege (Navigator)

b)    Selbstbestimmtes Leben ist in Mengerskirchen lange möglich (Vernetzung der ambulanten Betreuungseinrichtungen und der Ehrenamtsbörse)

i)      notwendige Einkäufe und Arztbesuche stellen kein unlösbares Problem dar (Mobilität)

ii)     häusliche Hilfe (stundenweise) steht zur Verfügung

iii)    zeitlich befristete Unterstützung bei der 24 h Betreuung im häuslichen Umfeld ist gewährleistet (z.B. bei Urlaub, Krankheit oder Dienstreise der Betreuenden)

c)    Von der ambulanten Hilfe bis zur stationären Pflege des Einzelnen arbeiten alle ansässigen Institutionen Hand in Hand (Netzwerk Pflege und Betreuung)

2)    Die Betreuung von Kindern ist in allen Lebenssituationen lösbar, d.h.:.

a)    außerhalb der normalen Öffnungszeiten von Schule und Kindergarten

b)    häusliche Betreuung des Kindes im Krankheitsfall

c)    Kinder erreichen ihre Freunde und Vereine selbstständig (Mobilität)

3)    Die ärztliche Versorgung vor Ort ist langfristig sichergestellt (Einbindung der ansässigen Ärzte und umliegenden Krankenhäuser sowie Hilfsorganisationen bei der Weiterentwicklung der bestehenden Versorgung)

 

 

Das Projekt-Team besteht zur Zeit aus 11 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern.

 

 

Teil-Projekt 4:

Im Ortsteil Dillhausen sollen in allen Ortsteilen Mengerskirchens erzeugte , aufgearbeitet und gestaltete Produkte, Dienstleistungen, handwerkliche Erzeugnisse etc. auf eine Weise vertrieben werden, dass diese über Mengerskirchen hinaus auch in der Region Abnehmer finden können. Zugleich sollen diese mittelfristig auch geliefert werden. Aktuell erarbeitet die Gruppe hierfür ein Marktprojekt mit identifizierten Marktbeschickern. Ziel ist es u.a. Erzeuger und Abnehmer regionaler Produkte und Dienstleistungen zu identifizieren, zusammenzuführen und mit diesen zukünftige Planungen des Vorgehens der Regionalvermarktung abzustimmen. Gleichzeitig eröffnet dieses Projekt in der Vernetzung mit anderen Projektgruppen neue Ansätze für die häusliche Versorgung insbesondere auch älterer Menschen mit regionalen Produkten.

 

Das Projekt-Team besteht zurzeit aus 5 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern. Um die Organisation des Marktes kümmert sich eine Arbeitsgruppe mit 12 weiteren Personen.

 

 

Teil-Projekt 5:

Das Angebot handwerklicher, dienstleistender bzw. kleingewerblicher Arbeiten für das tägliche Leben (z.B.: Bügelservice, Nähstudio) ist das Ziel des Projektes. Aufgerufen sind alle, ob jung oder alt, sich hieran zu beteiligen. Aktuell wird das mögliche Leistungsangebot mit den betroffenen bzw. interessierten Bürger/innen ermittelt. Aufgrund der in der Vitalisierungsanalyse ermittelten Bedarfe sehen wir hier konkrete Realisierungsmöglichkeiten. Aufgrund der im ländlichen Raum noch weit verbreiteten  klassischen Rollenverteilung zwischen Mann und Frau, kann in diesem Projekt gerade Frauen die Möglichkeit gegeben werden, aktiv wieder am Berufsleben teilzuhaben und so Familie, Beruf und persönliche Stärken und Interessen miteinander zu verbinden.

 

Das Projekt-Team besteht zurzeit aus 4 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern.

 

 

 

Steuergruppe: Durch die unterschiedlichen Ansätze und Zielrichtungen der verschiedenen Projekte können Jung und Alt in allen Lebensphasen voneinander profitieren. Damit kann es auch gelingen, die Vorteile familiärer Strukturen durch „vernetztes“ Engagement aller Einwohner aufrechtzuerhalten, Es ist jedoch unbedingt erforderlich, dass dazu die Arbeit der verschiedenen Projektgruppen miteinander verknüpft wird.

Im Ergebnis dieser Überlegung wurde die Steuergruppe als Schnitt- und Koordinationsstelle zwischen der öffentlichen Gemeinde, Bürgern und den öffentlichen Gremien eingerichtet. Ziel der Gruppe ist es, die 5 fachlichen Teil-Projekte zu begleiten und auf deren bestmögliche Ziel- und Effizienzorientierung zu koordinieren und Synergien aufzuzeigen.

 

Zugleich hält die Steuergruppe Kontakt zu den öffentlichen und privaten Ermöglichern des Projektes. Die Steuergruppe setzt sich aus folgenden Funktionsträgern zusammen: Bürgermeister, Vorsitzender der Gemeindevertretung, je ein Vertreter der in der Gemeindevertretung vertretenen Fraktionen, 2 im Projektmanagement erfahrene Bürger und ein externer Berater.

 

Das „Zukunftsforum Mengerskirchen“ und das hierbei gewählte Vorgehen gründet auch auf die mit dem oben bereits erwähnten „Bildungsforum Mengerskirchen“ (www.bildungsforum-mengerskirchen.de) gesammelten Erfahrungen. Dabei hatte sich gezeigt, dass Ausmaß und Qualität der Vernetzung und die Nutzung bereits vorhandener Ressourcen (z.B. Institutionen, Strukturen, Meinungsbildnern) von größter Bedeutung für das Gelingen war. In einer abgestimmten Kooperation der beteiligten Interessen ließen  sich erhebliche Potentiale dahingehend identifizieren wie die bestehenden Strukturen und Prozesse effizienter und vor allem auch effektiver gestaltet werden können.

 

Ein Beispiel für die Arbeit des Bildungsforums ist das Projekt „Zusammen sind wir stark“ - Patenprojekt der ebenfalls bereits oben erwähnten Ehrenamtsbörse. Die Ehrenamtsbörse ist ein Kooperationsprojekt des Bildungsforums Mengerskirchen. Sie vermittelt Unterstützungsangebote über alle Generationen hinweg. Im Rahmen dieser Ehrenamtsbörse entstand unter anderem das Patenprojekt. Insgesamt 8 Erwachsene haben sich bereit erklärt, sich ehrenamtlich als Patin/Pate für ein Kind in sozial schwieriger Situation zur Verfügung zu stellen.

 

Ein weiteres – aktuell in der Planung befindliches – Projekt ist die Einrichtung eines „Cafe International“, ein niedrigschwelliges internationales Begegnungs- und Treffpunktangebot für Familien, die wenig Kontaktmöglichkeiten haben und selten andere Angebote wahrnehmen (besonders Familien in schwierigen Lebenslagen, Asylbewerber u.ä.) im Familienzentrum „Alte Schule“ in Waldernbach.

 

In diesem Kontext steht darüber hinaus auch die Bildung des Arbeitskreises für die Betreuung Asylsuchender sowie die seit 06.07.2015 eingerichtete Stelle für Unterstützungsarbeit zur Integration der Asylbewerber im Marktflecken Mengerskirchen. Die neu gebildeten Initiativen zur Bewältigung der Flüchtlingsproblematik sind allesamt in die Projektgruppen des Zukunftsforum Mengerskirchen häufig bereits durch Personalunion der Handelnden eingebunden, so dass auch hier eine enge Vernetzung besteht.

 

 

Zeitplan:

 

1. Work-Shop: In einem Workshop – mit den Projektgruppenteilnehmern und Teilnehmern der betroffenen Ortsteile -- wurden die einzelnen Projekte vorgestellt (a), im Sinne der Empfehlungen der Teilnehmer auf deren Zielstellung (1), Vorgehensweise (2), mögliche Kostenauswirkungen (3), Teamzusammensetzung (4) und Zeitplan (5) angepasst. Als abschließendes Dokument wurde ein Projektauftrag für jedes Projekt schriftlich formuliert. Der Projektauftrag und die mit diesem einhergehende Projektroad-Map wurde abschließend durch den Auftraggeber (Gemeinde) bestätigt (Datum: 14.03.2015)

 

2. Projektgruppenarbeit: Die 5 Projektgruppen konstituieren sich abschließend, legen Organisation (i.S. eines Projektmanagements), Abstimmung mit Steuergruppe etc. fest. Die Projektgruppen nehmen ihre Arbeit mit einer Kick-Off-Veranstaltung auf (Datum: April 2015)

 

3. Beschlussherstellung: Die Projektaufträge werden aktuell mit den gemeindlichen Gremien diskutiert, um eine abschließende Vorgehensweise zu identifizieren. Als Ergebnis werden die Projekte falls notwendig angepasst und ein abschließender Masterplan für das Gesamtprojekt erstellt. (Datum: Ende Oktober 2015)

 

4. Konstitution der Trägergesellschaft: Die Stakeholder-Gesellschaft konstituiert sich im Verlaufe der Projektarbeit. Sie stimmt sich mit Steuergruppe ab (a) und formuliert ihr Arbeitsprogramm (b). Als Ergebnis übernimmt diese Gesellschaft Koordination und Verantwortung für das ZM (c). (Datum:  Ende Oktober 2015)

 

5. Präsentation, Berichterstattung und Übergabe: Die erzielten Ergebnisse und Empfehlungen der 5 Projektgruppen werden dem Gesamtplenum vorgestellt. (Datum: Ende November 2015)

 

6. Eintritt in die Ansprache und Bewerbung der Existenzgründer / ansiedlungswilligen Familien: Die Vorbereitung des Existenzgründerzentrums, der Arbeits- und Lebenswelt und Durchführung der Ansprache potentieller Existenzgründer und jungen Familien wird maßgeblich in den einzelnen (Teil-) Projekten ausgearbeitet. Hierfür ist u.a. die Beschreibung der benötigten / erwünschten Zielgruppen (berufliche bzw. fachliche Spezifikationen) und Leistungen der Gemeinde (Wohnmöglichkeit, Werkstatt, etc.) zu präzisieren. Je nach Beschlussherstellung und fachlicher Lage organisieren die Projektgruppen die Ansprache eigenständig und/oder kooperieren mit dem Teilprojekt: Gründerzentrum Mengerskirchen. Die Bewerbung und Ansprache der Zielgruppe wird eng mit der Steuergruppe bzw. der Multi-Stake-Holder-Gruppe (Trägergesellschaft) abgestimmt. (Datum: ab 2016)

 

 

 

 

35794 Mengerskirchen, den 09.09.2015                          gez. Thomas Scholz

                                                                                  

                                                                                          Bürgermeister


*) Arbeitsdefinition Multi-Stakeholder: Die verschiedenen Interessengruppen der Gemeinde werden einbezogen. Neben den öffentlichen Gewährsträgern (1), sind dies Bürgervertreter (2), Vertreter der Unternehmen, Gewerbe u. Freiberufler (3), Vertreter der Kirchen und Glaubensgemeinschaften (3), Vertreter der Schulen und Bildungseinrichtungen (4), Vertreter der kulturellen und künstlerischen Interessen (5), Vertreter der relevanten Vereine und Sozialverbände (6).

[2] Vitalisierungsanalyse „Gemeindenahe Existenzgründung in Mengerskirchen“ von Herrn Prof. Dr. Wolfgang George, Leiter TransMIT Projektbereich für Versorgungsforschung und Beratung, Gießen.

 

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